Wabenwerk

Der Naturwabenbau ist eine wahre Meisterleistung, die das Bienenvolk hervorbringt und ist einer der wichtigsten Faktoren für widerstandsfähigere und gesündere Völker in der heutigen Zeit. Die Bienen erschaffen Materie mit ihrem eigenen Wachs. Dieses herrliche weiße Wachs ist unbelastet und rein und im Überfluss vorhanden, denn die Bienen produzieren es solange, bis das Bauwerk fertig ist. Sonst brauchen sie nichts dazu. Durch die viel feiner ausgearbeiteten Naturwaben entsteht eine lebendigere Kommunikation im Bienenvolk. Die sonst verwendete Mittelwand bringt Fremdeinflüsse, auch in Form von Schadstoffen und anderen Gerüchen und schwächt somit zusätzlich. Außerdem sind die Mittelwände viel dichter und undurchlässiger als die selbst gebauten Waben. Dadurch wirken sie wie eine starre Platte und dämmen die Verständigung im Volke. Das muss man sich so vorstellen, dass die Vibrationen, welche die Spurbienen auf den Waben zum Informationsaustausch erzeugen, sich ohne Mittelwände viel nachdrücklicher übertragen lassen.

Warum der Bien ein Sechseck baut, scheint sich nicht nur darin zu erklären, dass das die ideale Form ist, sondern dass unser Planet generell eine sechseckige kristalline Struktur hat. Wir sehen dies im Bergkristall, außerdem haben natürliches Wasser und Schneekristalle in gefrorenem Zustand immer diese Form. Dies hat Masaru Emoto in seinen Forschungen entdeckt und belegt. (M. Emoto, „Die Botschaft des Wassers“, Koha-Verlag)

Es ist schon erstaunlich, was diese Waben alles aufnehmen können und wie stabil sie sind. Bei Bedarf werden die Zellen mit Propolis verstärkt. Im Bienenvolk ist alles perfekt durchdacht und nichts ist umsonst. Auch die Kinderstube findet selbstverständlich Platz in diesem wohlriechenden Konstrukt. Eigentlich ist es eine Unverschämtheit, dass wir Imker unseren Lieblingen künstlich erzeugte Mittelwände als Brutplatz zumuten, die teilweise belastet sind und eine andere Schwingungsfrequenz erzeugen. Jetzt einmal Hand aufs Herz, möchten sie Ihre Kinder in Stoffe betten, von denen sie wissen, dass sie ihre Gesundheit und Entwicklung beeinträchtigen? Doch die Bienen sollen dies dulden? Durch solche Maßnahmen erzeugen wir unbewusst zusätzlichen Stress in den Völkern.

Dieser Störfaktor „künstliche Mittelwand“ wird vollkommen unterschätzt und trägt mit dazu bei, dass die Bienen heutzutage so geschwächt sind. Der Bien spürt, wie viele Waben er für sein Fortbestehen benötigt. Um sich über den Fortschritt des Wabenbaus einen Überblick zu verschaffen, genügt ein Blick auf die „Windel“, die sich unter den meisten Bienenwohnungen befindet. Die frischen weißen Wachsplättchen und Pollen zeigen uns genau, wie groß das Wabenwerk schon ist und ob die Königin in der Eilage ist.

Die Umstellung auf Naturwabenbau geht in unseren Augen nur über den Schwarm, denn hier bauen die Bienen sofort ihre Wohnung aus, so wie es in der Natur seit jeher geschieht. Dabei werden die Hochwaben immer besser ausgebaut als die Breitwaben.